Sarod

Nachdemdas afghanische Rabab an die Höfe der indischen Mogulen Einlass gefunden hatte, wurde es in Bau-und Spielweise verändert, und es entstand gegen Anfang des 19. Jh die indische Langhalslaute Sarod.

Besonders der Musiker Ghulam Ali Khan, Vorfahre des indischen Sarodvirtuosen Ustad Amjad Ali Khan, machte sich wesentlich um die Weiterentwicklung des Instrumentes verdient. Sein Enkelsohn und Vater Ustad Amjad Ali Khans, Ustad Hafiz Ali Khan wurde in ganz Indien wegen seiner ausgereiften Spieltechnik auf dem Sarod und seiner musikalischen Ausdruckskraft berühmt. Er setzte Maßstäbe für das Sarodspiel, ebenso wie sein Sohn Ustad Amjad Ali Khan, der an das musikalische Erbe seines Vaters  anknüpfte und es auf brilliante Weise fortführt.

Der wichtigste Unterschied zwischen dem indischen Sarod und seinem Vorgänger Rabab besteht darin, dass das Griffbrett des Sarod nicht aus Holz sondern Metall gearbeitet ist. Es besitzt im Gegensatz zum Rabab keine Bunde, wodurch die indische Spielweise, deren Merkmal  vor allem die Glissandotechnik ( das fließende Ineinanderübergehen von Tonfolgen) ist , ermöglicht wurde. Aus diesem Grunde werden die Metallsaiten des Sarods auch nicht wie beim Rabab die Darmsaiten mit der Fingerkuppe, sondern mit den Fingernägeln gespielt.